Zusammenleben
Joachim Brohm – Ute Mahler – John Myers
25 04 20
12 07 20

Im Rahmen der 11. Darmstädter Tage der Fotografie (24.04.-03.05.20) mit dem Leitthema ‹Skurrile Fluchten – Humor in der Fotografie› zeigt die Kunsthalle Darmstadt zwei Ausstellungen, die den Menschen auf je ganz eigene Weise in den Mittelpunkt stellen.

Die von Ralph Goertz konzipierte Ausstellung ‹Zusammenleben› vereint fotografische Positionen von Joachim Brohm, Ute Mahler und John Myers aus den 1970er- und 1980er-Jahren. So unterschiedlich die künstlerischen Standpunkte auf den ersten Blick erscheinen mögen, so sinnvoll ergänzen sie sich in ihrer individuellen Sicht auf gesellschaftliche wie private Strukturen und Gewohnheiten.

Ute Mahlers humanistisch geprägter Fotozyklus ‹Zusammenleben› (1974-1984) ist titelgebend und dient der Ausstellung als thematische Klammer. Die Serie entstand in zwei Jahrzehnten und erzählt auf sanfte, aber auch ungeschönte Art vom alltäglichen Leben in der DDR.

Etwa zeitgleich richtete Joachim Brohm in seinen Aufnahmen der Serien ‹Ruhr› und ‹Paradis 1+2› (1980-1983) den Fokus auf die Veränderung des Urbanen und sich im Umbruch befindlicher Regionen im Westen.

Der britische Dokumentarfotograf John Myers hingegen stellte in den Siebzigern auf das Individuum in seinem sozialen Gefüge scharf. Die starken Bezüge zwischen Person und Interieur – sei es privat oder urban geprägt – verdeutlichen John Myers besondere Stellung als Porträtfotograf innerhalb der britischen Dokumentarfotografie.